Olivenöl

 GESCHICHTE

Olivenöl - ein Traditionsprodukt mit langer Geschichte

Wo Olivenbäume wachsen, ist Kulturlandschaft. Das trifft auch dann zu, wenn sie, wie in Mittel- und Südamerika, erst 1560 durch die Spanier eingeführt wurden.

Die klassischen Gebiete des Ölbaumes jedoch sind die Länder des Mittelmeerraumes. Von dort wurde Olivenöl seit dem Mittelalter als luxuriöse Handelsware in den Norden gebracht. Wie im Süden wurde es hier als heiliges Öl zu medizinischen und kosmetischen Zwecken und als Nahrungsmittel benutzt.

Schon die frühesten Zeugnisse der Hebräer, Ägypter, Griechen und Römer berichten vom Ölbaum. Den Kretern diente die Olive bereits 6.000 v.Chr. als Nahrung, wie aus Flachreliefs hervorgeht. Von dort soll sie aufs griechische Festland gekommen sein. Der Ölbaum spielt auch in der griechischen Mythologie eine besondere Rolle. Zum Beispiel beim Wettstreit zwischen Athene und Poseidon um die Herrschaft bei der Gründung Attikas. 

 Olivenbaum auf Sizilien bei einem unserer Produzenten

Der Olivenbaum wurde auch in der Dichtung der Antike besungen. Herakles gründete die olympischen Spiele und Olivenzweige wurden den Kämpfern als Zeichen des Sieges zum Kranz gewunden. Und nicht nur das, Homer berichtet, dass die olympischen Kämpfer zur Vorbereitung auf die Spiele eine besondere Diät bekamen, die vor allem aus Speisen, die mit Olivenöl zubereitet wurden, bestand.

Über altgriechische Küchengebräuche erfahren wir auch etwas in den Schriften des Aristophanes: Ob Gemüse- oder Fleischgerichte, ob Gebäck oder Süßspeisen, alles wurde mit Olivenöl gekocht oder gebraten.

Der griechische Philosoph Demokrit berichtete, daß man hundert Jahre alt werde, wenn man „innerlich Honig und äußerlich Öl“ anwende – und der römische Naturforscher Plinius behauptete: „Zwei Flüssigkeiten sind es, die dem menschlichen Körper angenehm sind, innerlich der Wein und äußerlich das Olivenöl, die beide von Bäumen stammen, aber das Öl ist das Notwendigere.“ Man benutzte Öl wie Seife und rieb sich nach der Körperreinigung damit ein, wie die Olympioniken und später die Gladiatoren. Als Kosmetikum wurden ihm Duftstoffe beigemengt. Darüber hinaus waren Öl und Oliven tägliches Nahrungsmittel der Reichen wie der Armen.

In der neueren Zeit nahm die Bedeutung des Olivenöls für die Küche besonders zu. Sowohl am Französischen als auch am Bayerischen Königshof wurde ihm vor allen anderen Fetten der Vorzug gegeben.

Und natürlich wurde der Ölbaum nicht nur von Köchen sondern auch von Dichtern der Neuzeit (von Goethe über Georges Sand, Erich Kästner und Rainer Kunze) gelobt. Auch die Künstler des frühen Expressionismus entdeckten den Olivenbaum als Motiv. Vor allem van Gogh hat ihn immer wieder dargestellt.

 

HERKUNFT DES OLIVENÖLS

deli-sarda bezieht seine Olivenöle direkt von den Produzenten in Sardinien und Sizilien. Sämtliche Olivenöle sind kalt extrahiert und entsprechen der höchsten Güteklasse "Natives Olivenöl Extra". Wir haben zu allen Produzenten persönliche Kontakte und können somit garantieren, dass die Olivenöle in unserem Angebot den ausgewiesenen Herkunfts- und Qualitätsangaben entsprechen.

Informationen über das Olivenöl im Allgemeinen können Sie folgenden Zeilen entnehmen:

Herkunftsländer in der EU

In der Europäischen Gemeinschaft (EU), zu der sechs Olivenöl produzierende Mittelmeerländer gehören, stehen rund 473 Millionen Olivenbäume. 800 Millionen sind es weltweit.
Das heißt, über die Hälfte aller Olivenbäume wachsen im Raum der EU. Von der Weltolivenölproduktion (weltweit durchschnittlich 1,7 bis 1,9 Millionen Tonnen) entfallen auf die Staaten der EU rund 80%.

Im Schnitt sind das 1,3 bis 1,6 Millionen Tonnen.

Davon entfallen im Durchschnitt: 35% auf Spanien, 34% auf Italien, 28% auf Griechenland, 2% auf Portugal und 1% auf Frankreich.

Auch auf der Verbraucherseite liegen die Mittelmeerstaaten ganz vorne.
Die Griechen haben mit 20 l pro Kopf und Jahr mit Abstand den höchsten Olivenöl-Verbrauch. Danach kommen die Italiener mit 12 l, die Spanier mit 10 l, die Portugiesen mit 5 l und die Franzosen mit 1 l.
Der pro Kopf-Verbrauch in Deutschland ist in den letzten Jahren kräftig gestiegen und liegt bei 0,85 l, in Österreich bei ca. 0,7 l und in der Schweiz bei ca. 1 l Olivenöl).

 

Es hat sich mittlerweile herum gesprochen, dass Olivenöl nicht nur mit seinem typischen Geschmack besticht, sondern auch ein rundherum gesundes Fett ist, bei dem man nicht immer sparen sollte. Dabei spielt wohl einerseits der steigende Wunsch eine Rolle, naturbelassene und gesunde Lebensmittel zu verwenden, andererseits möchten viele, die das Olivenöl während der Ferien am Mittelmeer genossen haben, den Geschmack auch daheim nicht missen.

Länder mit Olivenölproduktion

Spanien ist größter Olivenölproduzent der EU. Mit knapp 50% Anteil an der Olivenölproduktion innerhalb der EU liegt Spanien deutlich auf dem ersten Platz in der Europäischen Union, gefolgt von Italien mit ca. 26% und Griechenland mit ca. 21%. Mit durchschnittlich 946.000t hält das Land Spanien gleichzeitig ca. 25% der Weltproduktion. Zusammen mit den Produktionsländern Portugal und Frankreich werden in der Europäischen Union ca. 76% der Weltproduktion erzeugt, was im Schnitt 1,8 Mio.t Olivenöl sind.

Quelle: IOOC

 Weitere Länder mit Olivenölproduktion

  • Algerien
  • Marokko
  • Syrien
  • Tunesien
  • Türkei
  • und weitere

 

 

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