INFOS ÜBER SARDINIEN

Sardinien (sardisch Sardigna, Sardinna oder Sardíngia, italienisch Sardegna), ist – nach Sizilien – die zweitgrößte Insel im Mittelmeer, die ihrer Form nach an einen Fußabdruck erinnert.

Typisch für Sardinien sind die Nuraghen. Die bekannteste unter ihnen ist die Nuraghe Losa.

Der Bau von sogenannten Nuraghen war auf Sardinien in der vorchristlichen Zeit sehr weit verbreitet. Als Nuraghen werden Turmbauten bezeichnet, die in der Regel aus einem Hauptturm und mehreren, etwas kleineren Nebentürmen bestanden, weshalb man in diesem Zusammenhang häufig auch von Nuraghenkomplexen spricht. Archäologen gehen heute davon aus, dass es auf Sardinien vor rund 3.000 Jahren, der Blütezeit des Nuraghenbaus, auf der ganzen Insel zwischen 6.000 und 7.000 Nuraghen gab. Damit kam auf eine Fläche von vier Quadratkilometern ein Nuraghenbauwerk.

 

Bevölkerung

Der größte Teil der Bevölkerung Sardiniens spricht einen der Dialekte der Sardischen Sprache, die zur Familie der romanischen Sprachen gehört. In der Praxis dominiert im öffentlichen und privaten Leben Sardiniens aber das Italienische. Darüber hinaus wird in Alghero seit dem 14. Jahrhundert ein katalanischer Dialekt gesprochen.

Der größte Teil der Bevölkerung von Sardinien gehört der römisch-katholischen Kirche an.

Geographie

Lage

Sardinien ist eine politisch zu Italien gehörende Insel im Mittelmeer. Sie liegt 202 km vom italienischen Festland entfernt, dazwischen liegt das Tyrrhenische Meer. Von Tunesien im Süden ist Sardinien 184 km entfernt. Im Norden liegt in 12 km Entfernung die französische Insel Korsika, getrennt nur durch die Bocche di Bonifacio. Im Westen liegt Menorca, die zu Spanien gehörende Baleareninsel, am nächsten (335 km).

Städte

Cagliari, Sassari, Quartu Sant'Elena, Olbia, Alghero, Nuoro, Oristano, Carbonia, Selargius, Iglesias.

Topographie Sardiniens

Einschließlich der kleinen, vorgelagerten Inseln erreicht Sardinien eine Küstenlänge von 1.848,6 Kilometern. Einige Küstenabschnitte haben bekannte Namen, wie z.B. Costa Smeralda, Costa Rei, Costa Verde, Costa Paradiso, Costa del Sud.

Sardiniens Klima

Das Klima ist im Wesentlichen mediterran, mit warmem Frühling und Herbst, heißem Sommer und mildem Winter. Die Insel leidet im Sommer unter Wasserarmut (500–600 mm/Jahr) und es ist vor allem im Winter oft stürmisch.

 

Kulinarische Spezialitäten

Speisen

  • Pecorino, ein Schafskäse
  • Pane Carasau, ein dünnes getrocknetes Hirtenbrot, wird auch Carta di musica (Notenpapier) genannt. Dieses sardische Hirtenbrot wird aus Weizenmehl, Hefe und Salz hergestellt. Die dünnen Fladen werden schnell und sehr heiß zweifach gebacken. So bleibt das dünne Brot lange haltbar.
  • Pane Guttiau, eine Version des Pane Carasau mit Olivenöl
  • Porcheddu, Spanferkel gegrillt
  • Culurgionis, eine Nudelspezialität Sardiniens, vergleichbar mit Ravioli
  • Sebadas, große in Olivenöl gebackene Käsetaschen mit Honig (Süßspeise)
  • Malloreddus, kleine sardische Gnocchi (Nudelsorte)
  • Olivenöl, z.B. "s'Orzastu" aus der Region Colline di Montiferru
  • Bottarga, getrockneter Rogen vor allem der Meeräsche

 

Getränke

  • Cannonau, ein kräftiger Rotwein
  • Monica di Sardegna, ebenfalls ein Rotwein aus Sardinien
  • Vernaccia, ein Weißwein
  • Ichnusa, ein typisch sardisches Bier
  • Mirto, weißer und roter Likör, hergestellt aus der überall auf der Insel wachsenden Myrtenbeere und den Blättern des Myrte-Buschs.

     

 

Quellen: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie; deli-sarda

Durch die weitere Benützung der Webseite stimmst Du der Verwendung von Cookies zu. Wir benötigen diese, um die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen.
Ok Ablehnen